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Exkursion: Massentierhaltung

Massentierhaltung – mit eigenen Augen sehen!

 

In Jackett, Hemd, Jeans und eben ohne Gummistiefel steht Putenmastwirt Dr. Volker Suhren aus Jeringhave am 12. Juli 2012 vor den Siebtklässlern – was für einige Irritationen sorgte, denn so hatten sich die Schüler des Wahlpflichtkurses „Auswirkungen unserer Ernährung“ sicherlich keinen Landwirten vorgestellt.

 

Zuvor hatten sich die 16 Schüler des Kurses unter der Leitung von Insa Welle und Wencke Bellmann im vergangenen Schuljahr mit den negativen Auswirkungen unserer fleischreichen Ernährung auseinandergesetzt und zahlreiche fleischlose Gerichte selbst zubereitet. Nun sollten sie sich ein eigenes Urteil bilden und im Rahmen von Exkursionen sowohl einen Bio-Bauernhof als auch einen konventionellen Mastbetrieb kennen lernen – Vor dem Hintergrund der Debatte um den neuen Sponsor des Fußballvereins Werder Bremen ein nach wie vor brandheißes Thema! Zwar produziert der Putenmastbetrieb Suhren nicht für Wiesenhof, doch auch hier handelt es sich um einen konventionellen Mastbetrieb – Lassen sich diese Betriebe alle in eine Schublade stecken?

Nachdem Herr Suhren uns seinen Hof und einige der zahlreichen Aufzucht- und Mastställe gezeigt hatte, er mit Fragen bombardiert und die Schüler mit detaillierten Informationen über die Vor- und Nachteile der Massentierhaltung versorgt worden waren, lautete das vorwiegende Fazit im Hinblick auf die Tierhaltung: „Das habe ich mir alles viel schlimmer vorgestellt!“

Natürlich muss dazu gesagt werden, dass es sich bei dem Mastbetrieb Suhren sicherlich um einen Vorzeigebetrieb handelt.

 

Entscheidend war für uns jedoch die Erkenntnis, dass trotz vehementer Kritik, erschreckender Berichterstattung und den grausamen Bildern aus dem Bereich der Massentierhaltung letztlich immer der einzelne Hof und Landwirt beurteilt werden sollte, bevor man die Massentierhaltung grundsätzlich verurteilt – Schließlich ist es UNSERE Ernährungsweise, die bestimmt, dass diese Form der preiswerten Fleischerzeugung in Deutschland und der Welt vorherrscht. Daran wird sich erst dann etwas ändern, wenn wir unsere fleischreiche Ernährungsweise überdenken und ändern.

 

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