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Geschichtswettbewerb

Auf den Spuren der Vergangenheit und der Suche nach "Außenseitern in der Geschichte"

Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2014/15

 

Auf Spuren der Vergangenheit befanden sich im ersten Halbjahr 2014/15 zahlreiche 5tklässler der IGS Friesland-Nord im Rahmen ihrer Mittagsfreizeit rund 40 Minuten pro Woche. Mit viel Engagement wurden "Außenseiter in der Geschichte" gesucht und deren Lebensweg verfolgt. Daraus entstanden drei Arbeiten, die im Februar 2015 beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten eingereicht wurden.

Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ist der größte historische Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland und will bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für die eigene Geschichte wecken, Selbstständigkeit fördern und Verantwortungsbewusstsein stärken. Seit Wettbewerbsgründung 1973 durch den damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann und den Stifter Kurt A. Körber haben über 136.000 junge Menschen mit mehr als 29.000 Beiträgen an den Wettbewerbsrunden unter wechselnden Themenstellungen teilgenommen.

Von September 2014 bis Februar 2015 waren bundesweit über 5.000 Schülerinnen und Schüler auf historischer Spurensuche. Die »Spurensucher« haben eine große Themenvielfalt zum »Anders sein« aus historischer Perspektive erforscht: Sie setzten sich beispielsweise mit Verfolgungsschicksalen im Nationalsozialismus, dem Umgang mit Behinderung oder der Rolle des »Andersseins« in der DDR auseinander. Zahlreiche Arbeiten schlagen zudem ausgehend von ihrer historischen Analyse den Bogen in die Gegenwart und beziehen zu aktuellen Debatten – beispielsweise um Flüchtlinge – Stellung. »Unsere Teilnehmer bewegt das Thema sehr. Sie wenden sich gegen Vorurteile und Ausgrenzung und fordern mehr Toleranz«, so Sven Tetzlaff, Leiter des Bereichs Bildung der Körber-Stiftung.

Mit der siebenjährigen Gefangenschaft ihres Opas in Afrika beschäftigte sich Leonie Kurzhals aus der Klasse 5.5 und interviewte dafür ihre Mutter und Oma. Den Lebensweg des "friesischen Jack Sparrow - Piet Heyn" erforschten dabei Ricardo Fröhling und Lasse Stratmann der Klasse 5.5.  Mit der Geschichte der Juden in Jever beschäftigte sich Finja Pößnecker der Klasse 5.1. Alle Beteiligten dokumentierten dabei auch ihren Arbeitsweg, Erfolge und Misserfolge auf dem Weg zum Ziel.

Am 19.06.15 fand die Siegerehrung in der IGS Friesland Nord statt, bei der die Beteiligten neben einer personalisierten Urkunde des Bundespräsidenten auch einen Buchpreis zur weiteren Beschäftigung mit deutscher Geschichte erhielten.

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