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Mathe-Camp 2013: Die Tagesberichte

Dienstag – Die Zelte werden aufgebaut

Während die Schülerinnen und Schüler wahrscheinlich zu Hause ihre Reisetasche für das Camp packten, waren wir auf dem Platz in Surwold schon fleißig und haben die Zelte und Pavillons aufgebaut, Essen eingekauft, eine neue Tischtennisplatte zusammengeschraubt und vieles mehr. Beim Aufbauen blieben wir noch von Regen verschont, aber am Nachmittag hatten wir ein Dejavu – Regen von oben, in Massen! Das fühlt sich ja an wie im letzten Jahr?! Nachts kam dann auch noch Sturm dazu und wirklich warm war es trotz Schlafsack im Zelt auch nicht… Ob wohl das Wetter die nächsten drei Tage besser wird, wenn die Kinder da sind?! Wir hofften es sehr!

Mittwoch – Chaosspiel, Schatzssuche und Olympiade

Morgens ganz früh machten sich Frau Hoffmann, Frau Winter und Frau Hilmer auf den Weg vom Surwolds Wald in die Schule, ob die 62 Schülerinnen und Schüler abzuholen und mit ihnen mit dem Bus zum Zeltplatz zu fahren. Alle waren schon ganz aufgeregt und gespannt und freuten sich auf die kommenden Tage.

In Surwold angekommen mussten als erstes natürlich die Zelte bezogen werden. Luftmatratzen wurden aufgepumpt, Geschirr und Besteck in die Zeltkisten gepackt und anschließend konnten alle Kinder den Platz beim Chaosspiel erkunden. Überall auf dem Gelände waren Zahlen von 1-100 versteckt. Diese mussten gefunden und sich der mathematische Begriff auf der Rückseite gemerkt werden. Mit diesem „Codewort“ konnten die Gruppen sich dann mathematische Aufgaben aus den verschiedensten Bereichen, z.B. Flächenberechnung oder Bruchrechnung, an einer Station besorgen. Diese galt es zu lösen. Nur wenn in der Gruppe richtig gerechnet wurde, durfte weitergezogen werden, um eine neue Zahl zu suchen. Eifrig rannten 62 Schülerinnen und Schüler über den Platz – beim ersten Spiel will man natürlich gewinnen! Ganz nebenbei wurde dabei auch noch fleißig gerechnet.

Nach der Mittagspause, in der die Schülerinnen und Schüler Basketball, Fußball oder Tischtennis spielten, sich beim Stelzenlauf probierten oder Springseilrekorde aufstellten, besuchte dann ein Pirat das Camp. Er bat die Kinder um Hilfe, seinen verlorenen Schatz wiederzufinden. Mit Landkarten, Geodreieck, Kompass und Taschenrechner bewaffnet machten sich 62 kleine Piraten im Surwolds Wald auf die Suche. Maßstäbe mussten umgerechnet werden – und wie kann man mit Geodreieck und Kompass herausfinden, in welche Richtung man als nächstes gehen muss? Alle Piratengruppen waren erfolgreich und konnten anschließend nach dem Schatz graben. Eine Kiste voller Goldtaler! Da hat sich die Arbeit gelohnt!

Und immer noch war dieser Tag nicht zu Ende – am Abend stand noch eine Mathe-Olympiade auf dem Programm. Wer kann am besten Knobeln, Rechnen, Zusammenarbeiten? Welche mit Wasser gefüllte Vase hat das meiste oder das wenigste Volumen? Welche Gruppe kann ohne zu wiegen am besten das Gewicht von Kartoffeln einschätzen? Wer erfühlt die meisten richtigen geometrischen Formen und kann diese benennen? Diese und noch weitere Aufgaben mussten gelöst werden. Und natürlich standen auch hier wieder der Teamgeist und der Spaß im Vordergrund. Die Gewinnergruppe wurde dann abends am Lagerfeuer geehrt. Und so ging der erste Tag zu Ende und bald lagen alle Kinder in ihren Schlafsäcken – auch diese Nacht war es wieder kalt, aber wer zeltet, muss eben einiges aushalten können J

 

 

Donnerstag – Försterdreieck, Rodelbahn, Grillabend

Morgens im Zelt aufwachen, zusammen mit anderen aus dem gleichen Jahrgang. Gemeinsam Zähneputzen, gemeinsam im Essenspavillon frühstücken – so ist das im Zeltlager! Gut gestärkt stand am Morgen dann eine weitere mathematische Aufgabe auf dem Programm. Wie kann man die Höhe von Bäumen, Gebäuden, Türmen oder auch Spielplatzrutschen errechnen, wenn man nur ein Maßband, einen langen Bambusstock und ein Geodreieck zur Hand hat?! Die 62 Mathe-Camper können diese Frage nun alle beantworten! Schnell hatten alle Gruppen mindestens eine der drei Methoden verstanden und hielten ihre Ergebnisse auf Plakaten fest, die nun in der Pausenhalle der IGS ausgestellt sind. So blieb nach dem Umgang mit dem Försterdreieck noch genug Zeit, die Rodelbahn auf dem Gelände zu testen oder auf dem Spielplatz zu spielen.

Auch das Wetter spielte mit! Kein Regen seit Mittwoch! Und ab und an sogar ein kleiner Fleck blauer Himmel und Sonnenschein!

Und wenn die Sonne scheint und kein Tropfen vom Himmel fällt – was könnte man da besseres tun, als einen Grillabend für alle Camper zu planen und am Abend dann durchzuführen?!

Zuerst mussten dazu die Rezepte mit den Angaben für 4 oder 6 Personen hochgerechnet werden auf die Anzahl der hungrigen Menschen im Camp, damit auch alle satt werden konnten. Anschließend „kaufte“ jede Gruppe für ihren Salat oder den Stockbrotteig oder den Punsch im Mathe-Camp-Supermarkt die Zutaten ein. Hierbei musste gegebenenfalls selbst abgewogen werden. Und dann wurde geschnippelt und Teig geknetet und Punsch gerührt, was das Zeug hielt, damit abends alle etwas Leckeres auf dem Teller hatten.

 

 

 

 

 

 

Das Stockbrot und den Punsch gab es dann später am Lagerfeuer, wo auch Lieder mit Gitarre gesungen wurden.

 

Freitag – Surwold-Krimi und Abreise

Und schon kam der Abreisetag! Alle Taschen mussten gepackt und aus den Zelten getragen werden, damit diese schon einmal trocken wieder abgebaut werden konnten – man weiß ja nie, was das Wetter in Surwold so anstellt… Während die Erwachsenen also schon mit Abbauarbeiten beschäftigt waren, stand für die Schülerinnen und Schüler noch eine letzte knifflige Aufgabe auf dem Programm: der Surwold-Krimi. Eine Leiche wurde gefunden und die mitgereisten Lehrer im Camp sind alle verdächtig. Wer ist der Mörder? Wer hat ein Alibi? Wer konnte laut Angaben zur Tatzeit am Tatort sein und wer auf keinen Fall? Auch diese Aufgabe lösten die 62 Mathe-Camper mit Bravour und so konnte der Mörder auch gefasst werden. Natürlich verraten wir hier nicht, wer es war – Datenschutzgründe… Nach dem Mittagessen konnten sich alle die Wartezeit, bis der Bus kam, noch einmal mit Fußball, Spielplatz oder ähnlichem vertreiben. Als dann Frau Klages und Frau Meyer kamen, um mit den Schülerinnen und Schülern wieder die Heimreise anzutreten, ließen die Kinder es sich natürlich nicht nehmen, den beiden noch einige der in diesen drei Tagen gelernten Klatsch- und Singspiele vorzuführen. Und dann war es soweit: Abfahrt. Nach Hause. Wieder im eigenen Bett schlafen, so ganz ohne Luftmatratze und Schlafsack. Sicherlich auch ein schönes Gefühl – aber die drei Tage im Zelt mit Spiel und Spaß und immer guter Laune und fröhlichen Gesichtern wird trotzdem keiner so schnell vergessen!

 

 

Auch in diesem Jahr veranstaltet die KJO (dort könnt ihr alle Betreuer aus dem Mathe-Camp wiedersehen!) wieder ein Sommerzeltlager! Einige Mathe-Camper haben sich schon dafür angemeldet – vielleicht hast auch DU Lust?!

http://www.kjo-zeltlager-zetel.de/

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