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Biologieunterricht mit Gummistiefeln im Engelsmeer

IGS-Schüler ziehen und schneiden aufwachsende Bäume heraus - Der drei Hektar großer Bereich ums Engelsmeer entwickelt sich prächtig.

Biologieunterricht der anderen Form erleben Achtklässler der IGS Friesland Nord. Mit Handschuhen und Gummistiefeln geht es in den Wald. Ihr Ziel: das Engelsmeer. Auf einer Fläche von 30.000 Quadratmetern entwickelt sich wieder eine Sumpflandschaft, wie man sie vor bis zu 150 Jahren vorfand.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden viele dieser Gewässer trockengelegt. Man brauchte Siedlungsraum, Ackerflächen und Torf zum Heizen. An einer ganzen Reihe von Standorte wurde aufgeforstet. So auch am Engelsmeer, das seinen Namen übrigens erhielt, weil es als Taufstätte genutzt wurde. Ab 2005 wurde die Krickmeere und das Sumpfmeer auf Anregung von Förster Carsten-Friedrich Streufert wieder vernässt, und die Renaturierung begann.

Die Natur holt sich nun ihren früheren Lebensraum zurück. Bläulinge, Moorfrösche und Wollgras sind an dieser Stelle im Wald wieder zu finden. Besonders auffällig ist auch die hohe Anzahl von Libellen, Arten, die auf der Roten Liste stehen, fliegen im Engelsmeer wieder und vermehren sich.

Um diese Fläche weiter offen zu halten, treffen sich Achtklässler der IGS Friesland Nord jährlich im Engelsmeer, um ganz oder teilweise junge aufwachsende Bäume zu entfernen.

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