Der moderne Mensch durch die Augen von Alberto Giacometti 🎨
Wir waren nur acht Leute – aber genau das hat das Projekt irgendwie besonders gemacht. Freiwillig, nach der Schule, freitags. Kein Muss, sondern einfach Lust, etwas Eigenes zu machen.
Alles hat mit einer einfachen Frage angefangen:
„Der moderne Mensch ist …?“
Schnell standen Begriffe im Raum wie gestresst, rastlos, einsam oder reizüberflutet. Klingt erstmal abstrakt – aber genau das haben wir dann versucht sichtbar zu machen.

➡️ Statt direkt Figuren zu zeichnen, haben wir mit Linien experimentiert:
Wie sieht „Unruhe“ aus? Wie fühlt sich „Isolation“ an – als Strich auf Papier? Mit dicken Filzstiften sind ganz unterschiedliche, ziemlich expressive Linien entstanden 👀.
Danach haben wir uns die Skulptur L’homme qui marche I von Alberto Giacometti angeschaut.
Diese extrem dünnen, fast zerbrechlichen Figuren – immer in Bewegung, aber irgendwie auch total allein. Wir haben gemerkt:
👉 Die Oberfläche wirkt wie eine „gewordene Linie“.
Im nächsten Schritt haben wir genau das versucht:
Unsere Linien in Figuren zu übersetzen.
Keine realistischen Körper, sondern reduzierte, verlängerte Gestalten – irgendwo zwischen Bewegung und Stillstand.
Das Highlight kam dann zum Schluss:
Wir haben uns zu zweit zusammengetan und unsere Figuren in einer gemeinsamen Großzeichnung zusammengebracht.
Und plötzlich ging es nicht mehr nur um eine Figur, sondern um Beziehung:
• Treffen sie sich oder laufen sie aneinander vorbei?
• Entsteht Nähe oder bleibt alles distanziert?
• Verstärkt sich die Einsamkeit sogar?
Zum Abschluss haben wir unsere Motive noch auf vorbereitete Wandflächen übertragen – also vom Blatt direkt in den Raum.
💭 Was wir mitgenommen haben:
• Man kann abstrakte Begriffe tatsächlich sichtbar machen
• Wenige Linien können mehr ausdrücken als viele Details
• Und: Der „moderne Mensch“ wirkt oft gleichzeitig in Bewegung – und trotzdem allein
• Und natürlich den Spaß beim Machen